Wann lohnt sich ein Baudarlehen


Was versteht man unter einem Baudarlehen?

Erst einmal muss das Baudarlehen begrifflich von anderen Kreditsorten getrennt werden, denn laut der  Arbeitsgemeinschaft für günstige Kredite verwechseln oft Darlehensnehmer diese: Bei einer Renovierung wird beispielsweise auch gebaut, dennoch ist nicht der Bau-, sondern der Modernisierungskredit in diesem Fall die richtige Wahl. Ein Baudarlehen ist zweckgebunden und wird von der Bank einzig aus dem Grund vergeben, Wohneigentum anzuschaffen. Die einzige Ausnahme, die viele Geldhäuser machen, dreht sich darum, dass die Kunden das Geld nicht für den Bau eines Hauses, sondern auch für den Ankauf einsetzen dürfen. Oft macht dies dann aber auch ein leicht veränderter Name des Darlehens deutlich: Dieses heißt dann z.B. Bau- und Wohnkredit.

Kosten genau kalkulieren: Wann lohnt sich das Baudarlehen?

Wer bauen möchte, für den lohnt sich ein Baudarlehen immer dann, wenn die Zinsen besonders niedrig sind, weil die Refinanzierung des Projekts so günstiger wird. Gerade, wenn man kein Forward-Darlehen (rollierende Zinssätze), sondern einen Kredit mit Zinsgarantie erhält, bekommt man auf diese Weise noch Planungssicherheit. Nur: Die Entscheidung einen solchen Kredit zu nehmen, kann dennoch falsch sein. Baut man beispielsweise mit viel Stahl, dessen Preis als deutlich überbewertet gilt, ist es sinnvoller, das ganze Projekt zu verschieben. Die Materialmehrkosten fressen die Zinsgewinne vollständig auf und reißen zusätzlich ein beachtliches Loch in die Kasse. Das Baudarlehen lohnt sich dann, wenn das Gesamtpaket stimmt.

Die Ausnahme: Das Baudarlehen für die Umschuldung

Allerdings gibt es eine Ausnahme von dieser Regel: Nimmt man ein Baudarlehen, um damit ein älteres abzulösen und eine Umschuldung durchzuführen, dann gilt: Günstige Zinsen sollten sofort ausgenutzt zu werden. Dieser Schritt ist stets dann sinnvoll, wenn man durch den neuen Kredit sparen kann. Bei der Berechnung ist allerdings zu bedenken, dass die Bank, die den alten Kredit vergeben hat, eine Vorfälligkeitsentschädigung verlangen kann. Wurde der Kreditvertrag nach dem 1. Juni 2010 geschlossen, liegt diese bei maximal einem Prozent der Kreditsumme. Ist der Vertrag älter, lag es noch im Ermessen der Bank, diesen Wert festzulegen. In solchen Fällen ist eine Umschuldung meist sinnlos.

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